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AP Diving gratuliert James Cameron und dem Deapsea Challenge Team zu ihrer erfolgreichen Tauchfahrt zum tiefsten Punkt der Ozeane – in die Tiefe von 10.898 m / 36.070 Fuß im Marianengraben.

AP Diving gratuliert James Cameron und dem Deapsea Challenge Team zu ihrer erfolgreichen Tauchfahrt zum tiefsten Punkt der Ozeane – in die Tiefe von 10.898 m / 36.070 Fuß im Marianengraben.

Glückwunsch und Anerkennung gehen ebenfalls an unser eigenes Team von Entwicklern und Ingenieuren, die eine Schlüsselrolle an dieser unglaublichen Leistung gespielt haben.

AP Diving ist sehr stolz darauf, die lebenserhaltenden Systeme für das U-Boot entwickelt und hergestellt zu haben. Das APD-System, verantwortlich dafür, den Piloten für bis zu 60 Stunden am Leben zu erhalten, wurde innerhalb von 4 Monaten nach Auftragsvergabe entwickelt und in den ersten Bestandteilen ausgeliefert.

Dies wurde durch die Verwendung vieler Standardkomponenten von APD-Rebreathern innerhalb des neuen Designs möglich, einschließlich unserer patentierten dualen Controller – dem automatischen Sauerstoff-Kontroll-System – welches langzeiterprobt und seit mehr als 15 Jahren auf dem Markt ist.

Das von uns entwickelte System ist im wesentlichen ein “Zwillings”-Rebreather, mit einer primären und einer Backup-Einheit, jede davon für 30 Stunden Atemversorgung ausgelegt. Die Primär-Einheit ist ein offener Kreislauf (für das U-Boot) in welchem das CO2 entfernt wird, in dem die Luft mittels eines elektrischen Ventilators durch den Kalk geblasen wird. Dieser wird durch die im U-Boot befindliche dreifach gesicherte/vorhandene Stromversorgung angetrieben.

Die unabhängigen Zweifach-Sauerstoff-Controller (primär und Backup) haben eine jeweils voneinander und vom U-Boot unabhängige Energieversorgung. Der Sauerstoffdruck in der Kabine wird gemessen und automatisch Sauerstoff gemäß den voreingestellten Parametern eingesteuert – ebenso wie in unseren ganz normalen CCRs.

Das Notfall-Sekundär-System ist ein geschlossener Kreislauf mit Atemschläuchen und einer Vollgesichtsmaske. Mit diesem System befördert der U-Boot-Pilot mittels seiner Atemkraft die Luft durch den Kalkfilter. Das geschlossene System erhält den Piloten am Leben, auch wenn der Strom im U-Boot ausfällt und gibt ihm sichere Zuflucht selbst falls Feuer ausbricht, Rauch, Kohlenmonoxid oder Feuerlöschergase die Kabinenluft nicht atembar machen sollten.

Während der Tauchfahrten wurden uns die Daten aus unseren im U-Boot eingesetzten Lebenserhaltungssystemen hier nach Helston zur Analyse übermittelt, so das wir das Team vor Ort mit Rat hätten unterstützen können falls erforderlich. Außerdem haben wir die Möglichkeit das Lebenserhaltungssystem an einen PC an Board anzuschließen und auf das Gerät via Internet zuzugreifen, als wäre es bei uns im Werk. Wir hätten sogar in die Programmierung eingreifen und neue Eigenschaften/Merkmale ergänzen können. Während des eigentlichen Vorhabens, nach vielen erfolgreichen Tauchfahrten, war für uns nicht viel zu tun außer mit Interesse die Rekordtauchfahrt zu verfolgen, aber wir hätten eingreifen können, falls erforderlich.

Unsere Aufgabe bestand im Entwickeln und Vortesten und so wussten wir, dass wir allen Anforderungen von James Cameron zu Sauerstoffverbrauch und CO2-Erzeugung gerecht werden könnten als wir das System schließlich fertiggestellt und geliefert hatten. Wir konnten diese Tests in unserem hauseigenen ANSTI Life Support Test System durchführen, in dem wir das Wasser komplett aus der Testkammer abließen. Glücklicherweise stimmten die Abmessungen recht genau mit denen im U-Boot überein, so dass wir die erwarteten Bedingungen bestmöglich simulieren und alle Systeme über eine Vielzahl an Situationen testen konnten.

Deepsea Challenge ist ein gemeinsames Projekt von James Cameron, der National Geographic Society und Rolex. Besuchen sie die offizielle Deapsea Challenge Website zu Neuheiten und Entwicklungen während das Projekt sich weiterentwickelt vom historischen Tauchrekord zur zweiten Phase weiterer wissenschaftlicher Erforschungen und der Vorbereitungen künftiger Tauchfahrten.